Klassenlotterien


Eine Lotterie wird als Klassenlotterie bezeichnet, wenn der definierte Spielzeitraum in so genannte Klassen unterteilt wird.

Historie


Nachdem es zuvor auch schon andere Lotterien gab, ist die Klassenlotterie 1721 in Hamburg eingeführt worden. Die Losauflage damals umfasste 40.000 Stück und es wurde in 10 Klassen gewonnen. 20.000 Lose hat es in der preußischen Kurmark im Jahre 1763 bei einer Klassenlotterie zu je 5 Taler gegeben. 6.000 Taler hat damals der Höchstgewinn unter den insgesamt 10.000 Gewinnen betragen. Die Magistrate der Städte und die Postämter übernahmen den Vertrieb der Lotterie-Lose. Es hat zum Ende des 19. Jahrhunderts im damaligen Reichsgebiet in der Gesamtheit sieben kon-kurrierende Klassenlotterien gegeben. Von den regierenden Nationalsozialisten sind im Jahre 1938 alle Lotteriegesellschaften (samt der Österreichischen Klassenlotterie) in der Deutschen Reichslotterie geeint worden und damit gleichgeschaltet. In 1947 sind schließlich die Klassenlotterien Süddeutsche Klassenlotterie (SKL) sowie Nordwestdeutsche Klassenlotterie (NKL) entstanden.

Klassen


Die einzelnen, aufeinander folgenden und aufeinander aufbauenden Zeitabschnitte des Gesamtspielraums (der Zeitdauer einer Lotterie) werden als Klassen betitelt. Das Kapital wächst dabei durch zyklische Einzahlung definierter Beträge an. Ein vor Be-ginn der Lotterie festgelegter Satz, die so genannte Quote, wird in Form von Ge-winnsummen in ebenso turnusmäßigen Abständen per Zufall erneut an die Spieler und Spielerinnen ausgeschüttet. Oft handelt es sich hier um eine Endziffernlotterie, die Relation auf die Losnummer nimmt. Die Höhe der Gewinnsummen ebenso wie die Gewinn-Anzahl steigt mit jeder weiteren Klasse. Durch das Ausscheiden derjeni-gen Lose, welche entweder einen Gewinn erreichten oder aber deren Losbesitzerin-nen oder Losbesitzer frühzeitig die Teilnahme beendeten, sinkt die Anzahl der im Spiel befindlichen Lose zeitgleich von Klasse zu Klasse. Die Teilnahme an einer sol-chen Lotterie ist lediglich von der ersten Klasse aus möglich. Den höheren Klassen werden dann die nicht ausgeschüttete Gewinne aus den niedrigeren Klassen zuge-schlagen. Im Allgemeinen ist ein Einstieg jederzeit möglich, falls man die Spielein-sätze der vorangegangenen Klassen entrichtet. Ein nachträglicher Lotterie-Gewinn ist aber selbstverständlich nicht möglich.

Veranstalter


Die Süddeutsche Klassenlotterie oder die Nordwestdeutschen Klassenlotterie veran-staltet beispielsweise Klassenlotterien. Aber sind Lotterien wie Spiel 77 oder Super 6 zudem Klassenlotterien.

SKL

Die Süddeutsche Klassenlotterie (SKL) ist 1947 als die Süddeutsche Klassenlotterie innerhalb der damaligen US-Zone gegründet worde... Mehr...

NKL

Die Süddeutsche Klassenlotterie (SKL) ist 1947 als Süddeutsche Klassenlotterie innerhalb der damaligen US-Besatzungs-Zone gegründe... Mehr...